Neuer Entwurf der DAfStb-Richtlinie
"Belastungsversuche an Betonbauwerken"
veröffentlicht (Ersatz für Ausgabe September 2000)

Die Richtlinie gilt für Belastungsversuche in situ an Bauwerken oder Bauwerksteilen (nachfolgend kurz Bauteile genannt) des Hoch- und Ingenieurbaus aus Beton, Stahlbeton und Spannbeton. Bei anderen Massivbauwerken darf diese Richtlinie sinngemäß angewendet wer­den.

Belastungsversuche können den Standsicherheitsnachweis be­ste­hen­der Bauteile aus besonderem Anlass ergänzen, wenn dieser trotz gründlicher Bauwerksuntersuchung und Berechnung nicht er­bracht werden kann. Sie dürfen nur durchgeführt werden, wenn ge­gen die Auswirkungen unangekündigten Versagens während des Ver­suchs Vorsorge getroffen wird. Die experimentelle Erprobung ei­nes Bauteiles ist nicht zulässig, wenn eine Gefährdung für Ge­sund­heit und Leben von Menschen sowie eine unvertretbare hohe Ge­fähr­dung von Sachwerten gegeben ist.

Belastungsversuche dürfen in begründeten Fällen ergänzend zu rechnerischen Untersuchungen durchgeführt werden, z. B. bei unzureichender Kenntnis:

Die Richtlinie legt Prinzipien und Mindestanforderungen für ex­pe­ri­men­tel­le Tragwerksuntersuchungen fest und beschreibt die Grund­la­gen der Vorbereitung, Durchführung und Auswertung dieser Versuche.

Der Entwurf der Richtlinie kann unter dem nachfolgenden Link über den Beuth Verlag bezogen werden:


Stellungnahmen können bis zum 31. Oktober 2019 an den DAfStb gerichtet werden.