Mitteilung des DAfStb zur E DIN 1045-2:2014-08

Anlässlich der Sitzung des NABau-Arbeitsausschusses 005-07-02 AA „Betontechnik“ am 17. Dezember 2014 wurden die zum Entwurf der E DIN 1045-2:2014-08 eingegangenen Stellungnahmen beraten. Die Analyse der Stellungnahmen hat gezeigt, dass die eingegangenen Kom­men­ta­re zum Teil große Gegensätze aufweisen. Aus den Ein­sprü­chen ergibt sich, dass das bisher formulierte, eher ver­ein­heit­li­chen­de Normenkonzept für Beton auf Basis von EN 206-1/DIN 1045-2, an seine Grenzen stößt. Daher wird dieser Normentwurf nicht weiterverfolgt.

Der Arbeitsausschuss „Betontechnik“ hat sich auf der Sitzung das Ziel gesetzt, in einem neuen durchgehenden Konzept umfassende und konsistente Festlegungen von bauteilspezifischen An­for­de­run­gen an Planung, Baustoffe, Ausführung und Qualitätssicherung mit­zu­ge­stal­ten. Der DAfStb wurde gebeten hierzu ein Rundgespräch mit den Bereichen Planung, Baustoffe und Ausführung zu ko­or­di­nie­ren, das im Frühjahr 2015 stattfinden soll. Die pränormativen Ar­bei­ten im Rahmen dieses Konzeptes sollen durch den DAfStb über­nom­men werden.

Der Arbeitsausschuss "Betontechnik" hat weiterhin beschlossen, ei­nen 2. Entwurf der DIN 1045-2 zu erarbeiten, der integraler Be­stand­teil des zuvor beschrieben Konzeptes ist.

Für DIN EN 206:2014-07 existiert somit übergangsweise keine na­tio­na­le An­wen­dungs­re­gel. Die europäische Betonnorm ist ohne diese Anwendungsregel nicht anwendbar. Insofern bleibt bis zur Ver­öf­fent­li­chung einer neuen DIN 1045-2 der alte Regelungsstand „DIN EN 206-1:2001-07 (einschl. der Änderungen) in Verbindung mit DIN 1045-2:2008-08“ mit allen zugehörigen DAfStb-Richtlinien – auch bau­auf­sicht­lich - weiter bestehen.

Berlin, 17. Dezember 2014
Univ.-Prof. Dr.-Ing. Rolf Breitenbücher und Prof. Dr.-Ing. Udo Wiens