Aktuelles — Pressemitteilung

Neuer Entwurf der DAfStb-Richtlinie "Stahlfaserbeton"
Entwurf Oktober 2019 (Stellungnahmen bis zum 31. Juli 2020)

Die Richtlinie regelt Eigenschaften und Anwendungen des Bau­stof­fes „Stahlfaserbeton“, die nicht durch DIN EN 1992-1-1 in Verbindung mit DIN EN 1992-1-1/NA (Eurocode 2), DIN EN 206-1 in Verbindung mit DIN 1045-2 und DIN EN 13670 in Verbindung mit DIN 1045-3 bzw. die DAfStb-Richtlinien „Betonbau beim Umgang mit wassergefährdenden Stoffen“ bzw. „Wasserundurchlässige Bau­wer­ke aus Beton“ abgedeckt sind. In beiden o. g. Richtlinien ist der Einsatz von Stahlfaserbeton bereits vorgesehen.

Durch Stahlfasern können im gerissenen Beton, ähnlich wie beim Stahlbeton, Zugkräfte über den Riss hinweg übertragen werden. Diese Eigenschaft kann im Grenzzustand der Tragfähigkeit und im Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit genutzt werden. Der Zug­wi­der­stand nimmt jedoch i. d. R. mit größer werdender Verformung ab; d. h. die Last-Verformungs-Kurve weist nach der Rissbildung ei­nen abfallenden Ast auf. Bild V.1 zeigt das prinzipielle Verhalten von Stahlfaserbeton auf Zug im Vergleich zu unbewehrtem Beton und Stahlbeton.

Zeitliche Entwicklung der maßgeblichen Bemessungsrichtlinien für die Bemessung von Befestigungen in Beton (Stand Ende 2018)

Bild V.1 –
Last-Verformungsverhalten von Beton, Stahlfaserbeton und Stahlbeton

Die Richtlinie nimmt eine Klassifizierung des Stahlfaserbetons anhand der Nachrissbiegezugfestigkeit in Leistungsklassen vor.
Es gibt zwei Leistungsklassen:

Der Planer legt die Leistungsklassen fest. Die Be­ton­zu­sam­men­set­zung einschließlich Faserart und -menge wird durch den Hersteller des Stahlfaserbetons festgelegt.

Der Entwurf „Stahlfaserbeton“ ist nun im Beuth Webshop vor­be­stell­bar: https://www.beuth.de/de/technische-regel-entwurf/dafstb-stahlfaserbeton/324737045.

Stellungnahmen können bis zum 31. Juli 2020 an den DAfStb gerichtet werden.

Anlage: